Neu in Wissen & Lernen

Die Welt verstehen, zumindest ansatzweise
Unser vierter Buchstreifzug durch die aktuellen Verlagsprogramme
Die Welt verstehen, zumindest ansatzweise

Die Welt verstehen, zumindest ansatzweise und vielleicht ein bisschen besser - wenn das der Anspruch ist, dann hält die heutige Auswahl einige Lektüreanregungen bereit: Hier unsere vierte Bücherliste mit wiederum elf Kurzkritiken aktueller Titel aus den Wirtschafts- und Sachbuchprogrammen der Verlage - querbeet durch Themen und Disziplinen. 14.07.2017 zum Überblick

Kein Ort, nirgends
Die letzte Stunde der Wahrheit - Armin Nassehis grundlegendes Werk über Komplexität in Neuausgabe
Kein Ort, nirgends

Was zeichnet unsere Gesellschaft heute aus? Was ist das bestimmende, das kennzeichnende Moment? Ein Soziologe stellt scharf. Und sagt: ihre Komplexität. Oder anders gesagt: die Vielfalt und Differenz der Perspektiven. In der modernen Gesellschaft gibt es keinen Ort mehr, von dem aus man sie konkurrenzlos und gültig beschreiben oder auf sie zugreifen könnte. Es haben sich unterschiedliche Bereiche mit je eigener Logik und Perspektive ausdifferenziert, die sich zunehmend an sich selbst orientieren. Das ist die Erfolgsformel der modernen Gesellschaft, zugleich aber ihre zentrale Herausforderung: Will sie den Zusammenhalt wahren, muss sie den Umgang mit unterschiedlichen, differierenden Perspektiven einüben. 30.06.2017 zur Rezension

Geschichtete Zeiten
Wie sich Geschichte in Geschichten auflöst - zum neuen Buch von Lucian Hölscher
Geschichtete Zeiten

Die Zeit schreitet voran. Was auf ihrem Weg zurückbleibt, ist Geschichte. Liegt fest, ein für alle Mal. So hat man sich das vorgestellt. So ist es aber nicht. Auch Geschichte verändert sich, wird umgeschrieben und ständig neu interpretiert. Mehr noch: Sie löst sich auf in Geschichten, abhängig vom Blick des historischen Beobachters. Verloren geht auch die lineare Zeitdimension. Sie zerfällt in Schichten: geschichtete Zeiten. 08.06.2017 zur Rezension

Lob der Pause
Pause - das neue Buch von Alex Soojung-Kim Pang

In einer Arbeitskultur, in der es als selbstverständliche Tugend, ja unanfechtbare Notwendigkeit gilt, ständig zu arbeiten, hat die Pause keinen guten Stand. Sie gilt als Abwesenheit von Arbeit, als Leerstelle in einem Leben, das durch Plackerei, Ehrgeiz und Leistung definiert wird. Ein Autor zeichnet nun ein anderes Bild: Arbeit und Pause sind keine Gegenspieler, sondern ergänzen sich. Pausen lassen Ruhe einkehren, verschaffen uns mehr Zeit und machen uns effektiver. Nicht nur das: Sie sind der Schlüssel zur Kreativität. 01.06.2017 zur Rezension

Zum Dritten
Unser dritter Buchstreifzug durch die aktuellen Verlagsprogramme

Hier unsere dritte Bücherliste mit wiederum elf Kurzkritiken aktueller Titel aus den Wirtschafts- und Sachbuchprogrammen der Verlage im Frühjahr 2017 - querbeet durch Themen und Disziplinen. Sortiert nach subjektiv bewerteter Wichtigkeit. Auswahl und Texte: Winfried Kretschmer (wk), Anja Dilk (ad) zur Bücherliste 25.05.2017

Neues zur Zukunft
Geschichte(n), die die Zukunft erzählt - ein Buchstreifzug durch aktuelle Titel zu Zukunft und Zukunftsforschung

Der Umgang mit der Zukunft ist alles andere als einfach - da mag man den Autoren eines aktuellen Buchs zum Thema gerne zustimmen. Sicher gilt auch: Der Blick in die Zukunft ist immer wieder spannungsvoll und voller Widersprüche. Vor allem aber auch reizvoll und meist durchaus erkenntnisreich. Das gilt auch für einige aktuelle Titel zum Thema. Stefan Wally von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen hat sich einige Publikationen zu Zukunft und Zukunftsforschung angesehen. 19.05.2017 zur Rezension

Demut üben
Humility Is the New Smart - das neue Buch von Edward D. Hess und Katherine Ludwig

Es ist das Standardargument in der Debatte um Roboter und Automatisierung: Um uns vor dem Verlust unserer Arbeit zu schützen, müssten wir uns auf unsere humanen Kernfähigkeiten besinnen: Kreativität, Innovation, kritisches Denken, Empathie, Zusammenarbeit. Zwei US-Wissenschaftler verweisen nun auf einen entscheidenden Denkfehler bei diesem Argument. Es ist schon richtig, dass dies die Eigenschaften sind, die uns von Maschinen unterscheiden. Aber wir sind nicht wirklich gut darin. Wir müssen besser werden. Im Denken, im Zuhören, in der Gestaltung von Beziehungen, in der Zusammenarbeit mit anderen. Das heißt: üben! Ein Weckruf. 28.04.2017 zur Rezension

Buchtipps in Wissen & Lernen

Die letzte Stunde der Wahrheit
Die letzte Stunde der Wahrheit
Kritik der komplexitätsvergessenen Vernunft

Armin Nassehi

Übersetzung gefragt

Das metrische Wir
Das metrische Wir
Über die Quantifizierung des Sozialen

Steffen Mau

Zahlen machen Leute

Adam Smith
Adam Smith
Wohlstand und Moral. Eine Biographie

Gerhard Streminger

Von der Sympathie zum Eigennutz


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