Neu in Wirtschaft & Management

Führung, Entscheidung - und KI
Die technisch-intelligente Koproduktion organisationaler Wirklichkeit
Führung, Entscheidung - und KI

Künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig. Zunehmend wird KI eingesetzt, auch in Organisationen. Und wie im Leben der Menschen verändert ihre Nutzung auch hier Denkweisen, Praktiken, Prozesse und Routinen - oft unbemerkt und unbeachtet. Mit KI wandelt sich die Organisation rapide. Die technisch-intelligente Koproduktion organisationaler Wirklichkeit rührt an den Kern von Führung und Entscheidungsfindung. Je mehr die neuen technischen Möglichkeiten den Möglichkeitsraum von Effizienz und Wissen erweitern, desto mehr wird Führung zur Kunst der Begrenzung. Begrenzung heißt: KI übernimmt das Berechenbare. Führung bleibt beim Unentscheidbaren. Bei den wirklich wichtigen Entscheidungen. 22.05.2026 zum Essay

Von unten
Klassengesellschaft akut - zum Buch von Nicole Mayer-Ahuja

Lange Zeit galt es als ausgemacht: Der Klassengegensatz hat seine Bedeutung verloren. Die Klassenzugehörigkeit bestimmt nicht mehr entscheidend über die Verteilung von Lebenschancen, weil die sozialen Schichten durchlässig geworden sind. Sozialer Aufstieg für alle ist möglich. Das war das Credo der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Vorbei, sagt die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja: Seit die soziale Ungleichheit massiv zugenommen hat, ist die Klassengesellschaft wieder akut. Eine starke These. 27.03.2026 zum Buch-Feature

KI zur Potenzialentfaltung
Ein sozioökonomisches Leitbild für ein humanistisches KI-Zeitalter

KI ist kontrovers. Sie wird gefeiert und verdammt. Pauschal und kategorisch. Zwischen hochfliegenden Zukunftshoffnungen und düsteren Dystopien, die schlimmstenfalls das Ende der Menschheit ausmalen, findet sich nur wenig. Wenig differenzierte Auseinandersetzung. Und wenig an positiven Leitbildern für eine weitreichende technologische Weichenstellung. In diese Lücke stoßen Max Senges, Monika Ilves, Detlef Gürtler und Manuel Dolderer mit einem Entwurf für einen grundlegenden Paradigmenwechsel: weg von der Optimierung des Bestehenden - hin zu einer Kultur der Entfaltung. Ihre These: KI kann ein Werkzeug sein, um Wirtschaft und Gesellschaft menschlicher und nachhaltiger zu gestalten. 10.10.2025 zum Essay

Keime des Neuen
Soziale Innovationen erweitern das Innovationspotenzial einer Gesellschaft - ein Interview mit Jürgen Howaldt und Christoph Kaletka

Lange galt: Innovation = technische Innovation. Diese Gleichung aber blendet aus, was alltäglich geschieht: Neuerungen wachsen aus dem gesellschaftlichen Miteinander heraus und begründen neue Praktiken und neue Formen der Organisation des Zusammenlebens - soziale Innovationen. Heute vollzieht sich ein grundlegender Wandel des Verständnisses, wie Neues in die Welt kommt: hin zu einem breit angelegten Innovationsparadigma, das technische und soziale Innovation gleichermaßen mit einschließt. Denn soziale Innovationen erweitern das Innovationspotenzial einer Gesellschaft. Und stärken ihre Innovationsfähigkeit. Sie sind Keime des Neuen. 12.04.2025 zum Interview

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